Kommentar: Hysterie statt Fakten – i. A. der guten Sache

17. Februar 2014. Das investigative TV-Format „Panorama“ kommt in einem sehenswerten Beitrag seiner Sendung vom Donnerstag  (13. Februar) zu einer bemerkenswerten Erkenntnis: NGOs skandalisieren und dramatisieren Testergebnisse, um Aufmerksamkeit zu erwecken. Damit, so der Beitrag, würden Organisationen wie Stiftung Warentest, ADAC oder der BUND mit der Angst der Verbraucher spielen und Hysterie provozieren, wo Fakten zu ganz anderen Ergebnissen kämen.

 

Unzählige deutsche Unternehmen können davon schon lange ein Lied singen, nur zugehört hat ihnen bislang keiner. Da werden von Verbraucherschützern Grenzwerte nach eigenem Gusto festgesetzt, Risiken überhöht und Schäden vermutet, wo tatsächlich keine sind – und die Medien greifen es dankbar auf. Natürlich im Auftrag der guten Sache und mit Opfern, die ja sowieso stets nur die eigenen Interessen im Auge haben: Unsere Wirtschaft. Gut, dass sich Panorama nun der Sache angenommen hat…

 

Den Panorama-Beitrag finden Sie hier.

 

Gefallene Engel – das Glaubwürdigkeitsproblem des ADAC

5. Februar 2014. Den Kommunikationschef austauschen und den Autopreis Gelber Engel  abschaffen – reicht das aus, um das Glaubwürdigkeitsproblem des ADAC zu lösen? Nein, meint Professor Matthias Michael. Der Experte für Krisen-PR und Partner bei Engel & Zimmermann verrät im Interview mit dem Branchendienst text intern, was Öffentlichkeit und Medien jetzt vom kriselnden Automobilclub erwarten.

 

Den gesamten Beitrag finden Sie hier.

Interview: Recht und Gesetz – informiert sein ist wichtig!

Dr. Danja Domeier30. Dezember 2013. Die Rechtssituation in Deutschland, gerade im Bezug auf das Lebensmittelrecht, ändert sich ständig. Da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Dr. Danja Domeier (domeierlegal) ist spezialisiert auf die Rechtsberatung und Vertretung der Lebensmittel-, Kosmetik-, und Verbraucherprodukte-Branche. Im Interview erläutert die Expertin aktuelle Entwicklungen und Tendenzen im Lebens-mittelrecht und rät, wie man sich als Lebensmittelhersteller gegen rechtliche Fallstricke wappnen kann.

 

Das Interview finden Sie hier.

Feindliche Übernahmen bei Facebook

Wer sich heute für sein Unternehmen in Social Media engagiert, Accounts eröffnet und die digitale Reputation der Firma erhöht, stößt nahezu zwangsläufig auf Piraterie: Eine Facebook-Seite oder ein Twitter-Kanal beschäftigt sich ausschließlich mit Ihrer Marke, Ihrem Unternehmen – ohne Autorisierung. Der Worst Case: Es existiert gar ein vermeintlich „offizieller“ Auftritt unter Ihrem Namen. Ob gut gemeint als „Fanclub“ oder mit arglistiger Absicht als gewollte Verunglimpfung – fast immer läuft dies Ihrer Kommunikationsstrategie zuwider und schadet im schlimmsten Fall dem Image immens. Denn nicht immer ist für den Rezipienten sofort ersichtlich, dass es sich um keinen wirklich offiziellen Kanal handelt. Oft bieten derartige Profile unnötige Plattformen für Schimpftiraden – mit Folgen für die Suchmaschinenergebnisse und die Reputation.

Just for fun?

Marken- und wettbewerbsrechtliche Ansprüche gegen Auftritte, die einen Fan- oder Spaßcharakter haben, scheiden mangels geschäftlichen Verkehrs aus. Gegen den Profilinhaber kann aber nach §12 des Bürgerlichen Gesetzbuchs vorgegangen werden: Bei unbefugter Verwendung des gleichen Namens und einer Zuordnungsverwirrung besteht Beseitigungs- oder auch Unterlassungsanspruch. Häufig muss hier allerdings wegen der Anonymität des Profilinhabers der Umweg über das Soziale Medium selbst gegangen werden: Nach dem Hinweis muss der Seitenbetreiber den Missstand beseitigen und Wied erholungen verhindern. Hierfür bieten die meisten ein automatisiertes Verfahren zur Meldung an . Bei einer Namensanmaßung mit dem Ziel der Rufschädigung oder des Verkaufs an den Markeninhaber kommen auch Schadenersatzansprüche (§826 i. V. m. §823.1 BGB) in Betracht.

Unlauteres Geschäft

Stecken allerdings Personen oder Konkurrenzunternehmen im geschäftlichen Verkehr bzw. mittels geschäftlicher Handlung dahinter und nutzen Marken oder Unternehmenskennzeichen bzw. machen sich der Irreführung oder der unlauteren gezielten Behinderung schuldig, kommen Abmahnungen, einstweiliger Rechtsschutz, Abschlussschreiben und Hauptsacheverfahren wie Unterlassung, Auskunft und Schadenersatz in Frage – spezialisierte Rechtsanwälte sollten hinzugezogen werden. Das Markengesetz und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb könnten sowohl gegen den Urheber als auch ggf. gegen den Betreiber des Mediums (Störerhaftung) zur Geltung kommen. Dies gilt auch in Fällen, wo Soziale Medien automatisch Unternehmensseiten anlegen (gesammelte Infos von Nutzern mit demselben Arbeitgeber bei Xing, Verwendung von Wikipedia – Einträgen bei Facebook) – ein Handeln im geschäftlichen Verkehr dürfte anzunehmen sein, denn Ziel des Mediums ist oft die Motivation des Markeninhabers zur „Übernahme“ des Profils.

Grundsätzliche Tipps:

  • Hochwertige, regelmäßige Inhalte, saubere Logos, direkter Dialog und professionelles Community-Management sorgen dafür, dass Nutzer den „echten“ Auftritt problemlos erkennen .
  • Überwachen Sie regelmäßig und lückenlos alle relevanten Sozialen Medien – auch die, auf denen Sie nicht präsent sind, und werden Sie bei Markenrechtsverletzungen rasch aktiv (z.B. www.namecheck.com). Sichern Sie sich frühzeitig entsprechende Profile selbst.
  • Bevor Sie Facebook, Twitter und Co. auf die Rechtsverletzung aufmerksam machen, Rechtsanwälte einschalten oder einen Streit öffentlich austragen, wägen Sie den Schaden – Nutzen genau ab. Eine direkte Ansprache des Betreibers und eine gütliche Einigung sind vielleicht die bessere Lösung…
Versicherungskommunikation unter der Lupe

3. Mai 2013. Am Institut für Wirtschaftsrecht der Leuphana Universität Lüneburg diskutieren regelmäßig Fachleute aus der Praxis mit Vertretern der Lehre aktuelle Themen aus den Bereichen Risikomanagement, Haftpflicht und Versicherungen. Der Lüneburger Diskurs beschäftigt sich diesmal in der aktuellen Ausgabe vom 15.04.2013 der Zeitschrift für Versicherungswesen mit dem Thema „Versicherungskommunikation zwischen Wahrnehmung, Wirklichkeit und Werbung“, das angesichts einer zunehmend negativen Berichterstattung in den Medien, aber auch verstärkter Werbeanstrengungen einzelner Versicherungsgesellschaften von besonderer Brisanz ist. Am Gespräch aus Praxissicht beteiligt: Patrick Engelke, Krisenkommunikationsspezialist und Seniorberater bei Engel & Zimmermann.

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