26.11.2012 – Krisenkommunikation im Zeitalter „kommunikativer Altlasten“

Viele Krisen­fälle kommen manch­mal erst nach Jah­ren ans Tages­licht und treffen Unter­neh­men mit vol­ler Wucht. Anhand von drei aktuel­len Bei­spie­len analy­siert Frank Schro­ed­ter diese „kom­mu­nika­tiven Altlas­ten“ und empfiehlt mehr Krisen­präven­tion.

„Das Undenkbare denken.“ Wer kann und will das schon? Die Pro­duk­ti­ons-, Manage­ment- und Qualitäts­prozesse sind im Griff, das Pro­dukt rela­tiv unpro­blema­tisch und konjunktur­un­abhängig, und auf finanzi­elle Risiken und marktbedingte Auf­tragsrückgänge ist man gut vor­be­rei­tet. Alles also im Lot. Und dann bricht doch – buch­stäb­lich über Nacht – die Welt zusammen. Im Firmen­umfeld ereig­net sich zum Bei­spiel eine menschli­che Tragödie. Fassungs­los, sprach­los und rat­los sehen sich die Geschäfts­lei­tung und Mit­arbei­ter plötzlich einer brei­ten Kame­ra­front und neu­gie­rigen Öffent­lichkeit gegenüber. Man gerät – ohne eigene Schuld, aus hei­te­rem Himmel – in die Schlagzeilen. Auf einmal sind private Schicksale und Firmen­anlie­gen nicht mehr von­ein­ander zu tren­nen, sondern in einem dich­ten Knäuel ver­wo­ben.

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