Studie: Wie sich Twitter für die Krisen-PR nutzbar machen lässt

 

10. August 2016. Da­ss Twit­ter für die Kri­sen-PR hilf­reich sein kann, hat jetzt die Uni­ver­sity of Missouri (MU) er­mit­telt. Die Wis­senschaftler haben mehr als 1.000 Tweets unter­sucht, die sich um den US-Start des Films „Concus­sion“ dre­hen. Der Film thema­ti­siert die Spätfolgen von Gehirn­er­schütterun­gen in der Natio­nal Football League (NFL) – für den Ver­band ein bereits lange schwel­lendes Krisen­thema. Auf Twit­ter, so das Ergeb­nis, hät­ten sich nach dem Kino­start sehr schnell ver­schiedene Grup­pen mit jeweils sehr eige­nen Standpunk­ten zu dem Sachver­halt gebildet. Sportler, Ärzte oder Anwälte bli­cken z.B. aus ihrer indi­viduel­len Per­spek­tive auf das Thema und ver­lan­gen ziel­grup­pen-spe­zi­fi­sche Antwor­ten.

 

Die Auto­ren Dou­glas Wilbur und Dani­elle Myers kommen in ihrer Studie zu dem Schluss: Kom­mu­nika­ti­ons­pro­fis soll­ten sehr genau dar­auf ach­ten, wel­che ­Grup­pierun­gen sich zu einem Thema auf Twit­ter bilden und wel­che Posi­tio­nen sie bezie­hen. Im zwei­ten Schritt sollte Kri­sen-PR  ihre Bot­schaf­ten auf die ver­schiede­nen Ziel­grup­pen anpas­sen. Wäh­rend Journalis­ten und Marke­ting-Fach­leute Twit­ter bereits für ähnli­che Zwe­cke nut­zen wür­den, gebe es es für die PR hier noch Nach­holbe­darf.