10.05.2012 – Unternehmensrisiko Krisenkommunikation

Krisen­präven­tion sollte nicht als isolierte Maß­nahme, sondern als inte­grier­ter Pro­zess im Unter­neh­mens­handeln ver­standen wer­den – ein Auto­renbei­trag von Patrick Engelke.

Mas­sen­kom­mu­nika­tion beschreibt heute nicht mehr Kom­mu­nika­tion für die Mas­sen, sondern Kom­mu­nika­tion der Mas­sen. Deren Kom­mu­nika­ti­ons­kanal ist das Inter­net, deren Regeln die „Netiquette“. In ihr haben jene, die ins Fadenkreuz gera­ten, meist jedoch keine echte Ver­bündete. Die Antwort der klas­si­schen Medien (Hörfunk und Print) auf Geschwindigkeit und Mei­nungslas­tigkeit des Inter­nets lau­ten: Noch mehr These, noch mehr Bou­levard, noch mehr Mainstream. Auf der Stre­cke blei­ben Sorgfalts­pflicht, Recher­che und das Wis­sen um die eigene (journalis­ti­sche) Ver­antwor­tung. So kommt es, dass Unter­neh­men heute nicht mehr zu Fak­ten, sondern zu Vor­würfen befragt wer­den und Antwor­ten keine Aus­künfte mehr sind, sondern Rechtfer­tigun­gen. Dem­entspre­chend fal­len die Berichte auch aus: Nach­dem die Vor­würfe in epi­scher Breite vor­ge­tra­gen wur­den, gerne untermalt von „Opfern“, „Kron­zeugen“, drama­ti­schen Bildern und getrage­ner Musik, heißt es lapidar: „Das Unter­neh­men weist die Vor­würfe zurück“ oder gar: „Zu einer Stel­lung­nahme vor der Kamera war das Unter­neh­men nicht bereit“ – wobei dann gerne auch einmal unterschla­gen wird, dass vom Unter­neh­men Hin­ter­grundge­sprä­che und schrift­li­che Informa­tio­nen angebo­ten, diese vom Sender jedoch nicht gen­utzt wur­den.

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