Influencer Marketing: Chancen und Risiken für Unternehmen

Heutzu­tage dreht sich alles um soziale Netz­werke – auch in Bezug auf aktuelle Wer­be­maß­nah­men. So machen viele Unter­neh­men bereits Gebrauch vom Influen­cer Marke­ting. Die­ses bie­tet neben vie­len Vor­teilen allerdings auch einige Risiken. Was Unter­neh­men bei der Zusammen­arbeit mit Influen­cern beach­ten soll­ten, lesen Sie im Folgenden.

Ein Gastbei­trag von Sibel Örgen, Berufs­ver­band der Rechtsjournalis­ten

Vor­teile des Influen­cer Marke­tings

Unumstrit­ten kön­nen via Facebook, Ins­tagram und YouTube in kurzer Zeit viele Men­schen erreicht wer­den. Beim Influen­cer Marke­ting beauf­tra­gen Unter­neh­men daher im Grunde eine Privat­per­son, wel­che in der Regel viele Fol­lower in ihrem Social-Media-Pro­fil besitzt, damit, einen kommerzi­el­len Bei­trag zu einem bestimm­ten Pro­dukt zu pos­ten. Besonders weniger bekann­ten Firmen bie­tet sich somit die Chance, ihre Reich­weite durch das Influen­cer Marke­ting in kurzer Zeit zu erhö­hen. Gleichzei­tig muss für die Zusammen­arbeit mit Blog­gern oftmals nicht so viel Geld inves­tiert wer­den wie in eine groß ange­legte Wer­bekampagne.

Ein wei­te­rer Vor­teil besteht im ziel­grup­pen­ori­en­tier­ten Marke­ting. So hat ein Influen­cer bei Ins­tagram in der Regel mehrere Tausend Fol­lower einer ganz bestimm­ten Ziel­gruppe. Mit des­sen kommerzi­el­len Bei­trägen zu einem pas­senden Pro­dukt kön­nen die Ver­kaufs­zah­len deut­lich steigen. Doch das Influen­cer Marke­ting birgt auch einige Risiken für das beauf­tragende Unter­neh­men.

Wor­auf ist zu ach­ten?

Wel­cher Influen­cer für eine Zusammen­arbeit ange­spro­chen wird, bedarf vorab einiger Über­legun­gen. Die Zahl der Fol­lower sollte dabei nicht als einziges Ent­scheidungskriterium fungie­ren. So ist etwa die Glaubwürdigkeit eines Blog­gers sehr wich­tig. Pos­tet dieser bezahlte und nicht bezahlte Bei­träge in einem aus­ge­gli­che­nen Ver­hält­nis, neh­men die Nutzer diese viel eher als echte Empfeh­lun­gen wahr als bei einem Pro­fil mit Dauer-Wer­be­cha­rak­ter.

Gleichzei­tig beste­hen Influen­cer in der Regel auf ihre Ehr­lichkeit. So kann es auch vor­kommen, dass sie sich nicht nur posi­tiv über das zu bewerbende Pro­dukt äußern, sondern auch Kri­tik üben. Um der­lei Über­ra­schun­gen zu ver­mei­den, soll­ten Unter­neh­men daher festle­gen, dass sie den Social-Media-Bei­trag begut­ach­ten kön­nen, bevor dieser ver­öffent­licht wird.

Im Zuge des Influen­cer Marke­tings kommt es außer­dem immer wieder zu wett­bewerbs­wid­riger Schleich­werbung. Um Abmah­nun­gen auf bei­den Sei­ten zu ver­mei­den, soll­ten Unter­neh­men daher in jedem Fall einen schrift­li­chen Ver­trag mit dem Influen­cer schließen. Es ist rat­sam, in diesem eindeu­tig fest­zule­gen, dass der zu publizierende Bei­trag zum Pro­dukt mit dem Hinweis „Werbung“ oder „Anzeige“ ver­se­hen wird.

Fazit

Damit die Zusammen­arbeit mit Influen­cern ein Erfolg wird, soll­ten sich Unter­neh­men folgende Fra­gen vorab stel­len:

  • Passt das zu ver­mark­tende Pro­dukt zum Influen­cer bzw. würde er die­ses Pro­dukt tatsäch­lich nut­zen?
  • Stimmt die Ziel­gruppe des Influen­cers mit der des Pro­dukts über­ein?
  • Passt das Pro­dukt in das bis­he­rige Pro­fil des Influen­cers?
  • Wirkt der Post zu dem Pro­dukt glaubwürdig oder auf­ge­setzt?